Sparkassenstiftung unterstützt Wappenstein Restaurierung
Die Sparkassenstiftung der Sparkasse Bad Neustadt hat die Restaurierung eines historischen Wappensteins mit einem Betrag von 1000 Euro unterstützt. Die Spende ging an den Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld. Der Wappenstein aus dem Jahr 1573 war über Jahrzehnte am ehemaligen „Bildhäuser Hof“, der früheren Gastwirtschaft Bayerischer Hof in Bad Königshofen“ angebracht. Dort verwitterte er zusehends. Der neue Besitzer der ehemaligen Gastwirtschaft, Achim Siebenschuck, hatte das Wappen dem Verein kostenfrei überlassen.
In Stein gehauen sieht man das Wappen des Abtes von Bildhausen, einen Engelskopf mit Flügeln und die Mitra. Es dürfte sich um einen der ältesten Wappensteine mit einem Bildhäuser Abts Wappen handeln, der mit Sicherheit überregionale Bedeutung aufweist, sagt Kreisheimatpfleger Reinhold Albert. Petro Schiller, Bildhauer und Steinrestaurator hat das Wappen restauriert, das nun im „Treffpunkt Grabfeld“ einen würdigen Platz gefunden hat.
Auf dem Wappen-Sandstein ist in lateinischer Schrift vermerkt: ANNO DNI 15.73 HEC DOMVS PER REVE RENDUM IN CHRISTO PATREM AC DNM VALENTINVM REINHARDVM MELRICHSTADESEM 29. ABBATEM MONASTERY BILDHASENSIS EX FUNDATEMETIS EST AEDIFICATA. Übersetzt: Im Jahr 1573 wurde dieses Haus durch den hochwürdigen Vater in Christus und Herrn 29. Abt der Abtei Bildhausen Valentin Reinhard aus Mellrichstadt auf seinem Fundament gebaut.
Das archäologische Museum Schranne in Bad Königshofen wird mit der Abteilung „Grabfeld Treffpunk“ seinem Namen erneut gerecht. Dort befindet sich nun nicht nur der historische Bildstock aus dem ehemaligen Diözesanmuseum Astheim, sondern auch ein historischer Wappenstein. Leider hat zeigte bisher die Behinderteneinrichtung Maria Bildhausen keinerlei Interesse, obwohl, dies auch ein Stück Klostergeschichte ist. Hanns Friedrich, Vorsitzender im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld und sein Stellvertreter Reinhold Albert dankten denn auch der Sparkassenstiftung und Sparkassendirektor Georg Straub sowie Gebietsdirektor Peter Lindemann für die großzügigen Unterstützung.
Immerhin pendelten sich die Sanierungskosten bei rund 10.000 Euro ein. Ohne weitere finanzielle Zuwendungen wie der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken, Landkreis Rhön-Grabfeld oder dem Landesamt für Denkmalpflege hätte der Geschichtsverein diese Kosten nicht schultern können, stellte Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert fest.

Sparkassen-Gebietsdirektor Peter Lindemann überreichte einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld, Reinhold Albert. Er hat sich über drei Jahrzehnte bemüht, den Wappenstein zu sichert. Foto: Hanns Friedrich
